Nägeles Projektnews August 2012

Verwenden internationale Projekte andere Projektmgmt.-Methoden als nationale?

Diese Frage kann man mit einem klaren Nein beantworten. Die Methodik bleibt gleich, sie wird nur flexibler. Bei internationalen Projekten gilt es, im Gegensatz zu nationalen Projekten, interkulturelle Aspekte zu berücksichtigen, wie die Bedeutung der Beziehungsebene, Unterschiede im Zeit- und Qualitätsverständnis, Kollektiv- versus Individualkulturen oder auch das Ausmaß an möglicher Detailplanung. Wichtig wird sein, Projektmanagement-Methoden so maßzuschneidern, dass die involvierten Kulturen integriert werden, um gemeinsam die Projektziele zu erreichen.

Bei einem Projekt in China beispielsweise, das ich im Rahmen eines Workshops unterstützt habe, kam heraus, dass die asiatische Seite mit einem detaillierten Netzplan, wie ihn der deutsche Projektleiter gerne gehabt hätte, überfordert war. Sie konnte die engen Zeitvorgaben nicht erfüllen, da in China wie auch in anderen asiatischen Ländern immer eine Abstimmung in der Gruppe erfolgen muss. Wir erarbeiteten folgende Lösung:

  • Mit dem chinesischen Team wurden zentrale Meilensteine mit klaren Ergebniserwartungen vereinbart. Diese wurden in den Gesamtablaufplan integriert. Das weitere Detailvorgehen der chinesischen Seite wurde dieser überlassen.
  • Parallel dazu passte der deutsche Projektmanager seinen Führungs- und Kommunikationsstil an. Er flog häufiger nach China, um die Mitarbeiter vor Ort direkt zu sehen, enger zu führen und auch im Rahmen von privaten Zusammenkünften abends gemeinsam zu essen und zu trinken.

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Erfolgreiche Projekte wünscht Ihnen Ulrich Nägele.