Nägeles Projektnews Juni 2011

Sollte die Projektleitung ggf. einen Projektauftrag ablehnen?


Projektaufträge sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Projekte. Der Projektleiter klärt in Rücksprache mit dem Auftraggeber, was zum Projekt gehört, wie es abzugrenzen ist, was die Projektziele sind, welche Risiken erfolgskritisch sind, wie Zeit, Kosten und Leistungsumfang priorisiert sind etc.

Unklare Projektaufträge müssen so lange bearbeitet werden, bis sie geklärt sind. Tut man das nicht, wird daraus häufig ein Hemmschuh. Deswegen sollte einem Auftraggeber immer kritisch zurückgespiegelt werden, dass bei unpräzisem Projektauftrag die Möglichkeit des (zumindest teilweisen) Scheiterns besteht. Ein guter Projektmanager wird auch – wenn seine Position es zulässt – soweit gehen, einen Projektauftrag begründet abzulehnen, wenn er erkennt, dass das Projekt kein Erfolg werden kann.

Ich erlebe immer wieder, dass Projektleiter der Auftragsklärung zu wenig Raum geben. Das kann beispielsweise an methodischer Unkenntnis liegen. Manchmal ist es auch nur eine gewisse Bequemlichkeit oder die Angst, sich mit seinem Auftraggeber auseinander zu setzen. Gleichzeitig: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Folgen eines unsauberen Projektauftrags zu beheben ist im Normalfall immer aufwändiger als eine konsequente Auftragsklärung von Anfang an.

Welchen Stellenwert haben bei Ihnen Projektaufträge und der Auftragsklärungsprozess? Haben Sie dazu Fragen? Dann starten Sie doch eine kostenlose Anfrage an info@ulrich-naegele.de